Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Nebenklägervertreter Scharmer und Dr. Stolle in dem sogenannten NSU-Verfahren gegen Beate Zschäpe u. a.

Die Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vertreten im Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere vor dem Oberlandesgericht München die Tochter und den Sohn des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Kiosbesitzers Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik und Ergün Kubasik, als Nebenkläger. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig das Geschehen im Gerichtssaal aus unserer Sicht schildern und entsprechend kommentieren. Wir versuchen dabei möglichst tagesaktuell bzw. ggf. aus den Verhandlungspausen heraus hier unsere Bewertungen des Geschehens für Sie zu dokumentieren.

Bundesanwaltschaft will Sicherstellung der Unterlagen des V-Mann-Führers von Carsten Szczepanski verhindern.

Heute wurde die Vernehmung des V-Mann-Führers von Carsten Szczepanski, der als V-Mann des Brandenburger Verfassungsschutzes Ende der 1990er Jahre wichtige Informationen zu dem Trio geliefert hat, fortgesetzt.

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Die Beweisaufnahme wird regulär fortgesetzt. Sandro T. und das „Tabuthema“

Trotz Entpflichtungsanträgen und einer Strafanzeige von Zschäpe gegenüber ihren Verteidigern Heer, Stahl und Sturm wurde die Beweisaufnahme ohne weitere Unterbrechung fortgesetzt. Geladen war heute Sandro T. Er war nach eigenen Angaben sowohl mit Mundlos und Böhnhardt als auch mit Brandt befreundet. Er kommt ebenfalls aus Thüringen, hatte dann aber nach eigenen Angaben wenig Kontakt, weil er in Bayern gewohnt hat...

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Rechtsanwälte Sturm, Stahl und Heer beantragen ihre Entpflichtung als Verteidiger von Zschäpe – halbherzig begründet, scheitert der Antrag erwartungsgemäß

Heute wäre die Verteidigung Zschäpe an der Reihe gewesen, den Zeugen Kay S. zu vernehmen – aber ihre drei ursprünglichen Pflichtverteidiger Heer, Stahl und Sturm wollen – oder können – nicht mehr...

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„Interessiert's mich, wen der heute wieder niedergemetzelt hat?“ - immer weitere offene Fragen zur Rolle von Andreas Temme und des Verfassungsschutzes in Hessen.

Vor dem heutigen Hauptverhandlungstag wurde bekannt, dass der Senat erwägt, Zschäpe einen vierten Pflichtverteidiger beizuordnen. Es soll sich dabei um den bislang wenig bekannten und erst seit ca. 3 Jahren zugelassenen Münchener Rechtsanwalt Matthias Grasel handeln...

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Der mutmaßlich erste versuchte Mord des NSU war bereits 1998

Die Hauptverhandlung wurde trotz der laufenden Auseinandersetzung zwischen Zschäpe und ihren Verteidigern fortgesetzt. Zwischen ihnen herrschte weiterhin „Funkstille“...

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Die Temme-Saga des Hessischen Verfassungsschutzes geht weiter.

Am heutigen Hauptverhandlungstag wurden drei (ehemalige) Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes gehört. Sie wurden zu Telefonaten, die sie mit dem ehemaligen V-Mann-Führer des Hessischen Verfassungsschutzes, A. Temme, 2006 geführt haben, als dieser als Beschuldigter in dem Mordfall zum Nachteil Halit Yozgat geführt wurde.

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Verteidigung Zschäpe: ohne Anträge und ohne Kommunikation.

Zum Beginn des Hauptverhandlungstages erwarteten viele Prozessbeteiligte heute Unterbrechungsanträge von Frau Zschäpe sowie weitere Anträge, ihre bisherigen Pflichtverteidiger zu entpflichten...

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Verteidigung Wohlleben scheitert erneut mit Beweisantrag

Zum Beginn des Tages wurde ein BKA Sachverständiger zum Munitionsvergleich der mit Kaliber 6,35 aufgefundenen Munition und Patronenhülsen gehört, also zu den anderen, nicht mit der Ceska 83 verfeuerten Projektile...

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V-Mann bleibt bei seiner Aussage, er sei kein V-Mann gewesen.

Am heutigen Hauptverhandlungstag wurde erneut der Zeuge Marcel D. gehört. Er war in den Neunziger Jahren Sektionsleiter Thüringen von Blood&Honour Deutschland und bis 2000 V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes. Der Zeuge blieb bei seiner Aussage, dass er niemals mit dem Thüringer Verfassungsschutz kooperiert habe und niemals an diesen Informationen weitergegeben habe.

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