Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Nebenklägervertreter Scharmer und Dr. Stolle in dem sogenannten NSU-Verfahren gegen Beate Zschäpe u. a.

Die Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vertreten im Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere vor dem Oberlandesgericht München die Tochter und den Sohn des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Kiosbesitzers Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik und Ergün Kubasik, als Nebenkläger. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig das Geschehen im Gerichtssaal aus unserer Sicht schildern und entsprechend kommentieren. Wir versuchen dabei möglichst tagesaktuell bzw. ggf. aus den Verhandlungspausen heraus hier unsere Bewertungen des Geschehens für Sie zu dokumentieren.

„Interessiert's mich, wen der heute wieder niedergemetzelt hat?“ - immer weitere offene Fragen zur Rolle von Andreas Temme und des Verfassungsschutzes in Hessen.

Vor dem heutigen Hauptverhandlungstag wurde bekannt, dass der Senat erwägt, Zschäpe einen vierten Pflichtverteidiger beizuordnen. Es soll sich dabei um den bislang wenig bekannten und erst seit ca. 3 Jahren zugelassenen Münchener Rechtsanwalt Matthias Grasel handeln...

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Der mutmaßlich erste versuchte Mord des NSU war bereits 1998

Die Hauptverhandlung wurde trotz der laufenden Auseinandersetzung zwischen Zschäpe und ihren Verteidigern fortgesetzt. Zwischen ihnen herrschte weiterhin „Funkstille“...

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Die Temme-Saga des Hessischen Verfassungsschutzes geht weiter.

Am heutigen Hauptverhandlungstag wurden drei (ehemalige) Mitarbeiter des Hessischen Verfassungsschutzes gehört. Sie wurden zu Telefonaten, die sie mit dem ehemaligen V-Mann-Führer des Hessischen Verfassungsschutzes, A. Temme, 2006 geführt haben, als dieser als Beschuldigter in dem Mordfall zum Nachteil Halit Yozgat geführt wurde.

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Verteidigung Zschäpe: ohne Anträge und ohne Kommunikation.

Zum Beginn des Hauptverhandlungstages erwarteten viele Prozessbeteiligte heute Unterbrechungsanträge von Frau Zschäpe sowie weitere Anträge, ihre bisherigen Pflichtverteidiger zu entpflichten...

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Verteidigung Wohlleben scheitert erneut mit Beweisantrag

Zum Beginn des Tages wurde ein BKA Sachverständiger zum Munitionsvergleich der mit Kaliber 6,35 aufgefundenen Munition und Patronenhülsen gehört, also zu den anderen, nicht mit der Ceska 83 verfeuerten Projektile...

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V-Mann bleibt bei seiner Aussage, er sei kein V-Mann gewesen.

Am heutigen Hauptverhandlungstag wurde erneut der Zeuge Marcel D. gehört. Er war in den Neunziger Jahren Sektionsleiter Thüringen von Blood&Honour Deutschland und bis 2000 V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes. Der Zeuge blieb bei seiner Aussage, dass er niemals mit dem Thüringer Verfassungsschutz kooperiert habe und niemals an diesen Informationen weitergegeben habe.

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Untaugliches Störfeuer der Verteidigung Zschäpe.

Der heutige Hauptverhandlungstag begann mit einem Antrag der Verteidigung Zschäpe bezüglich des Sitzplatzes von dem Sachverständigen Prof. Dr. Saß im Verhandlungssaal. Am Nachmittag wurden ein Ermittler aus der Schweiz zu den Waffengeschäften der Firma Schläfli & Zbinden und ein Zeuge aus der Kasseler Nazi-Szene zu Kontakten zu Mundlos und Böhnhardt vernommen.

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Raubüberfall im Chemnitzer Edeka-Markt – der mutmaßlich erste bekannte versuchte Mord des NSU

Am 18. Dezember 1998 stürmten zwei Männer in die Kaufhalle, bedrohten eine Kassiererin mit einer scharfen Waffe. Es war wegen der Vorweihnachtszeit ein umsatzstarker Tag...

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Szeneaussteiger Kay S. belastet Zschäpe und Wohlleben schwer

Selten ergibt sich im NSU-Prozess die Möglichkeit von Zeugen aus der rechten Szene brauchbare Auskünfte zu bekommen. Kay S. war in den 90iger Jahren als Skinhead in der rechten Szene mit Mundlos, Böhnhart, Zschäpe und Wohlleben unterwegs und zumindest mit Mundlos auch befreundet.

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