Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Nebenklägervertreter Scharmer und Dr. Stolle in dem sogenannten NSU-Verfahren gegen Beate Zschäpe u. a.

Die Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vertreten im Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere vor dem Oberlandesgericht München die Tochter und den Sohn des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Kiosbesitzers Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik und Ergün Kubasik, als Nebenkläger. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig das Geschehen im Gerichtssaal aus unserer Sicht schildern und entsprechend kommentieren. Wir versuchen dabei möglichst tagesaktuell bzw. ggf. aus den Verhandlungspausen heraus hier unsere Bewertungen des Geschehens für Sie zu dokumentieren.

Raubüberfall im Chemnitzer Edeka-Markt – der mutmaßlich erste bekannte versuchte Mord des NSU

Am 18. Dezember 1998 stürmten zwei Männer in die Kaufhalle, bedrohten eine Kassiererin mit einer scharfen Waffe. Es war wegen der Vorweihnachtszeit ein umsatzstarker Tag...

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Szeneaussteiger Kay S. belastet Zschäpe und Wohlleben schwer

Selten ergibt sich im NSU-Prozess die Möglichkeit von Zeugen aus der rechten Szene brauchbare Auskünfte zu bekommen. Kay S. war in den 90iger Jahren als Skinhead in der rechten Szene mit Mundlos, Böhnhart, Zschäpe und Wohlleben unterwegs und zumindest mit Mundlos auch befreundet.

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Blut, Ehre und „Pinocchio“

Der Tag begann mit der Vernehmung des Zeugen André K., einem alten Bekannten des Angeklagten André Eminger....

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200. Hauptverhandlungstag: Und wieder täuscht eine Zeugin aus dem alten Umfeld Erinnerungslücken vor.

Heute wurde die Zeugin Kathrin D. aus Chemnitz, Spitzname "Mappe", vernommen, die damals Mitte der Neunziger Jahre Beate Zschäpe und Uwe Mundlos kennen gelernt hatte.

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Verfassungsschutz: Nicht auf dem rechten Auge blind, sondern zu nah dran

gemeinsame Presseerklärung vom 23.04.2015

Nebenklagevertreterinnen und Nebenklagevertreter fordern umfassende Aufklärung und Konsequenzen für den Verfassungsschutz

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Beobachtete der Verfassungsschutz das Trio nach dem Untertauchen und unternahm nichts?

Als Zeuge war am heutigen 199. Verhandlungstag der ehemalige V-Mann Führer Meyer-Plath des Manns „Piatto“ alias  Carsten Sz. geladen. Der wegen versuchten Mordes an dem aus Nigeria stammenden Steve E. zu 8 Jahren verurteilte Rechtsextremist, hatte sich nach offizieller Schilderung während der Untersuchungshaft selbst dem Verfassungsschutz als Informant angeboten....

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Der Gang in den Untergrund war offensichtlich langfristig geplant und keine Spontanreaktion auf die Durchsuchung der als Bombenwerkstatt genutzten Garage

Am Ende des Verhandlungstages sagte der Zeuge Alexander H., ein ehemaliger Jugendfreund von Mundlos, aus. Er selbst war seit der Kindheit ca. seit 1987/88 mit Mundlos befreundet.... Mundlos habe gesagt, dass er sich der Verfolgung durch die Behörden entziehen werde; sprich: untertauchen wird. Er sagte, dass gegen ihn wegen „Terrorismusverdacht“ ermittelt werden würde...

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Der Werdegang des Uwe Mundlos.

Heute berichtete ein alter Schulfreund von Uwe Mundlos aus dessen gemeinsamer Jugend und über die Entwicklung von Mundlos zum Neonazi. Vorher wurde ein weiterer Geschädigter des Nagelbombenanschlages in der Keupstraße vernommen.

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"Alles Böse, alles muss weg."

Der ehemalige V-Mann des Thüringer Verfassungsschutzes und Sektionsleiter von Blood&Honour Thüringen, Marcel D., Deckname "Hagel", bestreitet seine Quellenarbeit für den Verfassungsschutz und leugnet jeglichen Kontakt zu dem Trio. Im Anschluss wurde Thomas H., ein alter Weggefährte von André Eminger, der auch Mitglied in der von den Eminger-Brüdern gegründeten "Weißen Bruderschaft Erzgebirge" war, vernommen.

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