Pressemitteilungen und Stellungnahmen der Nebenklägervertreter Scharmer und Dr. Stolle in dem sogenannten NSU-Verfahren gegen Beate Zschäpe u. a.

Die Rechtsanwälte Sebastian Scharmer und Dr. Peer Stolle vertreten im Verfahren gegen Beate Zschäpe und andere vor dem Oberlandesgericht München die Tochter und den Sohn des am 4. April 2006 in Dortmund ermordeten Kiosbesitzers Mehmet Kubasik, Gamze Kubasik und Ergün Kubasik, als Nebenkläger. Auf dieser Seite werden wir regelmäßig das Geschehen im Gerichtssaal aus unserer Sicht schildern und entsprechend kommentieren. Wir versuchen dabei möglichst tagesaktuell bzw. ggf. aus den Verhandlungspausen heraus hier unsere Bewertungen des Geschehens für Sie zu dokumentieren.

Der NSU und die Hilfe der „Geklonten“ und „zufällig“ 2 kg TNT zum „Experimentieren“

1998 habe Gunter F., so schildert er heute als Zeuge vor dem OLG München, einen Anruf von Thomas St. aus Chemnitz, der dortigen Führungsfigur von „Blood & Honour“, bekommen. Thomas St. habe sie um Unterstützung für drei Leute gebeten, die vor der Polizei auf der Flucht seien...

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Ehemalige Nachbarin über Zschäpe: „eine angenehme Person, sehr freundlich, sehr offen“, den Rest „habe ich aus dem Kopf gestrichen“

Zschäpe kenne sie unter „Lisa“, sagt Gabriele S. Über eine weitere Nachbarin habe sie ab und zu Kontakt zu ihr gehabt, etwas getrunken oder auf dem Hof gegrillt. „Lisa“ habe berichtet, dass ihr Schwiegervater genug Geld habe, sie selbst nichts verdienen müsse....

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Bernd T. - „Sturm 18 Präsident“ aus Kassel mit dreisten Lügen

Bernd T., ein bulliger Mann mit Glatze, Bomberjacke und Springerstiefeln erschien heute als Zeuge im Münchener Oberlandesgericht. Deutlich sichtbar trug er einen Pullover mit der Aufschrift „Sturm 18“...

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Stellungnahmen zu den Anträgen der Verteidigung Zschäpe

Im Mittelpunkt des heutigen Hauptverhandlungstages stand die Vernehmung eines weiteren Geschädigten aus der Keupstraße, die Fortsetzung der Vernehmung von Enrico R. aus der Chemnitzer Nazi-Szene sowie die Stellungnahmen zu dem Antrag der Verteidigung Zschäpe, die Zulassung einer Geschädigten des Nagelbombenanschlages als Nebenklägerin aufzuheben

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Netzwerk – nicht isoliertes Trio: Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe bewegten sich nach dem Abtauchen ganz normal in der Chemnitzer Naziszene

Enrico R. war heute als erster Zeuge geladen. Der Mann, der sich selbst als „Nationalist“ bezeichnet, war schon Anfang der 90iger Jahre mit Mundlos und Zschäpe befreundet.

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Das asservierte Geständnis von „Liese“, „Killer“ und „Cleaner“

Zu Beginn der heutigen Verhandlung wurde eine BKA-Beamtin gehört, die eine im Brandschutt der Frühlingstraße aufgefundene CD-ROM ausgewertet hatte. Darauf befanden sich mehrere Ordner u.a. mit den Bezeichnungen „Killer“, „Aktionen wichtig“, „für die Aktions-DVD“ sowie ein Unterordner „Mein Kampf“....

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"Ich dachte, ich wäre in der Hölle angekommen."

Die Vernehmung der Geschädigten des Nagelbombenanschlages v. 9. Juni 2004 wurde heute fortgesetzt. Die Zeugen berichteten wieder von der Schwere der Folgen des Anschlages und der Behandlung durch die Polizei, die in den Geschädigten eher die Täter vermuteten.

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"Dazu muss man kein Ermittler sein."

Heute wurden die ersten Geschädigten des Kölner Nagelbombenanschlages in der Keupstraße v. 9. Juni 2004, bei dem über 20 Personen zum Teil schwer verletzt worden sind, gehört. Einer der Geschädigten hat schon bei seiner damaligen polizeilichen Vernehmung die These, dass der Anschlag nicht vor dem Hintergrund einer Schutzgelderpressung begangen sein kann, geäußert. Dazu müsse man kein Ermittler sein, so der Zeuge, um zu erkennen, dass diese These keinen Sinn mache.

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Bruch zwischen der Verteidigung Wohlleben und Zschäpe

Am Ende des heutigen Hauptverhandlungstages hat die Verteidigung Wohlleben eine Reihe von Beweisanträgen gestellt, mit denen die Angeklagte Zschäpe massiv belastet wird und Wohlleben entlastet werden soll. Sie zielten vor allem auf die Vernehmung von diversen Zeugen aus der Neonaziszene ab, insbesondere von Blood&Honour. Mit den Anträgen soll der Nachweis erbracht werden, dass die Radikalisierung von Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe erst nach deren Untertauchen in Chemnitz erfolgt sei.

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